So berechnest du die richtige Futtermenge für deinen Hund individuell

Die richtige Futtermenge für Hunde ist nicht für jeden Hund gleich. Sie hängt von Gewicht, Alter, Aktivität, Körperzustand und Gesundheit ab. Zu viel Futter kann Übergewicht fördern. Zu wenig Futter kann auf Dauer dazu führen, dass Energie oder einzelne Nährstoffe fehlen.

Am besten berechnest du zuerst den ungefähren Kalorienbedarf deines Hundes. Danach rechnest du diesen Wert in Gramm Futter um. So bekommst du eine gute Startmenge, die du anschließend an Gewicht, Körperform und Alltag deines Hundes anpasst. Wer eine schnelle Orientierung sucht, kann zusätzlich den Rechner zur Futtermenge für Hunde nutzen.

Grundlagen der Futterberechnung

Bei der Futtermenge geht es um zwei Dinge: Energie und Nährstoffe. Die Energie zeigt, wie viele Kalorien dein Hund pro Tag braucht. Die Nährstoffe zeigen, ob er genug Protein, Fett, Vitamine und Mineralstoffe bekommt.

Das Körpergewicht ist der erste wichtige Wert. Ein großer Hund braucht meist mehr Kalorien als ein kleiner Hund. Trotzdem reicht das Gewicht allein nicht aus. Auch Alter, Bewegung, Kastration, Körperzustand und Krankheiten spielen eine Rolle.

Ein aktiver Hund oder ein Sporthund verbraucht deutlich mehr Energie als ein ruhiger Hund. Welpen, Junghunde sowie trächtige oder säugende Hündinnen haben ebenfalls einen anderen Bedarf als erwachsene Hunde im Erhaltungsstoffwechsel.

Der RER ist nur der erste Schritt. Er zeigt den ungefähren Energiebedarf in Ruhe. Für den täglichen Energiebedarf wird dieser Wert anschließend mit einem passenden Faktor multipliziert (National Research Council, 2006).

RER berechnen: So bestimmst du den Grundbedarf

Der Ruheenergiebedarf wird häufig mit dieser Formel berechnet:

RER in kcal pro Tag = 70 × Körpergewicht in kg0,75

Beispiel: Ein Hund mit 10 kg hat einen RER von ungefähr 394 kcal pro Tag.

Dieser Wert ist noch nicht die endgültige Futtermenge. Er ist die Grundlage, mit der du den täglichen Energiebedarf berechnest.

Täglichen Energiebedarf berechnen

Nach dem RER kommt der passende Faktor. Er richtet sich nach Lebensphase, Aktivität und Körperzustand. Die folgenden Werte sind Richtwerte. Sie ersetzen keine individuelle Beratung, geben aber eine gute Orientierung.

SituationRichtwert
GewichtsabnahmeRER × 1,0
Kastrierter erwachsener HundRER × 1,4 bis 1,6
Intakter erwachsener HundRER × 1,6 bis 1,8
Aktiver HundRER × 2,0 oder mehr
Sehr aktiver Arbeits oder SporthundRER × 2,0 bis 5,0
Welpe im Wachstumje nach Alter deutlich höher
Trächtige oder säugende Hündinindividuell, oft deutlich höher

Beispiel: Ein kastrierter Hund mit 10 kg hat einen RER von etwa 394 kcal. Bei einem Faktor von 1,5 liegt der tägliche Energiebedarf bei ungefähr 591 kcal.

Rechnung: 394 × 1,5 = 591 kcal pro Tag.

Von Kalorien zu Gramm Futter

Jetzt fehlt noch der wichtigste Schritt: Du musst die Kalorien in Gramm Futter umrechnen. Dafür brauchst du den Energiegehalt des Futters. Diesen findest du meist auf der Verpackung, zum Beispiel als kcal pro 100 g.

Gramm Futter pro Tag = täglicher Kalorienbedarf ÷ kcal pro Gramm Futter

Beispiel: Dein Hund braucht 591 kcal pro Tag. Das Futter enthält 360 kcal pro 100 g. Das entspricht 3,6 kcal pro Gramm.

Rechnung: 591 ÷ 3,6 = ungefähr 164 g Futter pro Tag.

Diese Menge ist ein Startwert. Danach beobachtest du Gewicht, Körperform, Kot, Appetit und Aktivität deines Hundes. Nimmt er zu, senkst du die Menge leicht. Nimmt er ab, obwohl er das nicht soll, erhöhst du sie vorsichtig. Beim Vergleich verschiedener Futtersorten lohnt sich außerdem ein Blick auf die Trockenmassebasis bei Hunde- und Katzenfutter, da Feuchtigkeitsgehalt und Energiedichte die Berechnung beeinflussen können.


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